Bones: "Bones" erhält Genesis-Award
Jedes Jahr werden die Genesis Awards an all jene Nachrichtendienste und Unterhaltungsmedien verliehen, die in besonderer Weise auf die Misshandlung od...
Freitag, 8. Mai 2009, 15:42
Auch das gibts: Vor der angesagten Eisdiele „Dolce Freddo“ im Berliner Szene-Bezirk Schöneberg hat der Inhaber des Geschäfts am letzten Sonntag ein lesbisches Paar des Platzes verwiesen. „So etwas habe ich noch nie erlebt in meinem Kiez“, sagt eine der betroffen Frauen gegenüber dem Berliner “Tagesspiegel”. Die 28-Jährige habe sich am letzten Sonntag gegen 19.10 Uhr mit ihrer Freundin auf eine Bank vor dem Eisladen gesetzt, weil sie dort mit Freunden verabredet gewesen seien. In dieser Zeit hätten sich die Frauen doch – man will es nicht glauben – tatsächlich in aller Öffentlichkeit auf die lesbischen Münder geküsst und obendrein auch noch umarmt.
„Daraufhin kam der Ladeninhaber herausgestürmt und sagte, wir sollen uns sofort entfernen – wir wüssten schon warum,“ erzählte die Frau. Die 28-Jährige habe daraufhin eine Erklärung von ihm verlangt. Er habe schließlich gebrüllt: Zwei Frauen, die sich hier küssen bediene er nicht. Sie sollten sich „verpissen“. Und auch der Satz „Mit so Leuten wie Euch rede ich nicht“ sei gefallen.
Der “Tagesspiegel” konfrontierte jetzt den Eisdielenwirt mit den Vorwürfen, die Antwort war kurz und bündig: Der Platz vor seinem Eisladen sei Privatgrundstück, und er könne dort von seinem Hausrecht Gebrauch machen: „Die haben 20 Minuten herumgeknutscht. Das können die zu Hause machen, aber nicht hier bei mir.“ Schließlich schauten auch Kinder zu, und er habe auch türkische und arabische Kunden, die so etwas nicht wollten.
Morgen soll bei einer Protestaktion zurückgeknutscht werden: Unter dem Motto “Dolce Freddo – jetzt wird geknutscht, Knutschen bis der Wirt kommt…” wollen schwule Paare am Samstag 9. Mai um 14 Uhr demonstrativ vor dem Eis-Café Eis essen – und sich küssen.