Firefly: "Firefly"-Stars wieder als Paar zu sehen
In "Firefly - Der Aufbruch der Serenity" waren Sean Maher und Jewel Staite in ihren Rollen als Simon Tam und Kaylee Frye als Pärchen zu sehen. Nun wur...
Samstag, 2. Januar 2010, 11:18
Manchen ist das wohl zu einfach, wenn man in einer Castingshow gewinnt, sondern vor dem Erfolg muss der Schweiß stehen, man muss sich erst durch tausende von Clubs singen, bevor man Erfolg haben darf.
Das Publikum begreift oft gar nicht, dass das, was die Castingteilnehmer bei DSDS leisten, mancher Künstler in zehn Jahren nicht leisten muss. Welcher Künstler, selbst, der Millionen Platten verkauft, muss elf Mal in einer Show Samstagabend vor mehreren Millionen Leuten live,nicht halb Playback, nicht Vollplayback, sondern live mit Liveband, mit gesetzten Mottos bestehen. Und das auch noch vor einer Jury, die anfängt, ihn quasi wie eine Makrele auseinander zu nehmen. Also das möchte ich mal mit Naidoo sehen, das möchte ich mal mit Sascha sehen oder mit anderen lokalen Künstlern, ob die in der Lage wären das durchzuhalten. Also mehr Schweiß, Blut und Tränen und kleine Nervenzusammenbrüche kann es eigentlich gar nicht geben.
In Amerika ist das anders, da haben Castingstars einen anderen Ruf und viele Stars sind so entdeckt worden von Kelly Clarkson, Jennifer Hudson, Justin Timberlake etc. ?
Das ist in Amerika anders, aber auch in vielen anderen Ländern anders. Wir sind ja das Land der Denker und Dichter, da wird immer die Bibel sehr hoch gehangen und das ist natürlich totaler Quatsch. Amerika zum Beispiel, aber ich glaube auch England oder Skandinavien, sind Länder, die mit dem Entertainmentfaktor von ganz frühen Tagen an natürlich gewachsen sind. Und zwar mit lebenden Künstlern, nicht mit toten Dichtern wie Goethe oder Schiller und dementsprechend haben die ein anderes Verständnis für Unterhaltung und für den Weg, den Unterhaltung geht. Dementsprechend werden dort auch Künstler oder Teilnehmer von Castingshows generell belohnt dafür, dass sie sich dieser Herausforderung gestellt haben und dann ihr Ziel erreicht haben und bekommen dann auch ordentlich Rückenwind. Im Gegensatz zu Deutschland!
Wir haben ja dieses Jahr wieder einen Bewerberrekord von fast 35.000 Kandidaten. Wie erklärst du dir das, dass es immer mehr werden??
Na, das ist quasi die Gegenrechenprobe von dem, was ich vorhin gesagt habe. Es gibt nicht mehr viele Möglichkeiten für junge Talente, sich Plattenfirmen und oder Publikum zu stellen. Und die nehmen das dankbar an. Das ist ein gelernter Mechanismus für die. Das ist auch die neue Generation, für die das auch eine Selbstverständlichkeit ist, dass es so etwas gibt. Das finde ich auch sehr gut und begrüße ich, speziell in meiner eigentlichen beruflichen Tätigkeit. Dementsprechend wird die Bewerberzahl sukzessiv immer steigen, solange man natürlich auch Talente dabei hat. Wenn man keine Talente hat, wird es natürlich nach hinten losgehen. Aber so lange man Menschen hat, die singen wollen und singen können und das überprüft wissen wollen, wird diese Zahl, glaube ich, sich sehr konstant halten oder steigern.
Steht die Zahl der Bewerber in Relation zur Qualität der Kandidaten? Gibt es denn auch mehr bessere Sänger??
Nein, das kann es ja nicht. Die Geschichte, die wir hier produzieren, heißt ja „Deutschland sucht den Superstar“. Oder weltweit heißt sie „Idols“ – Idole. Dementsprechend kann es natürlich nicht von 35000 Bewerbern 17500 Idole bzw, Superstars geben. Das würde ja auch die ganze Geschichte ad absurdum führen. Es ist meistens so, dass es mehrere gibt, die das Gen in sich tragen, aber immer nur einen, der es tatsächlich auf Knopfdruck abrufen kann. Und das ist auch der, den wir letztendlich wählen. ?Aber auch da ist ganz klar, wir suchen keinen Studiosänger. Es gibt ganz viele, die gut singen, bei denen das Publikum aber teilweise irritiert ist, dass wir ihn nicht weiterlassen, weil er im Gesamtpaket nicht funktioniert. Ich kenne auch in meinem sonstigen Berufsumfeld ganz viele Künstler, die super Studiosänger sind, aber die man nicht auf eine Bühne stellen kann, weil sie da einfach nicht glänzen, weil sie sich da nicht wohl fühlen und daher auch kein Publikum begeistern können. Und das gleiche findet auch bei DSDS Anwendung. Es muss eine Mischung sein aus einer guten Stimme mit einer tollen Stimmfarbe, aber auch der Rampensau. Wenn die Rampensau nicht drin steckt, dann habe ich das Problem, dass ich nachher jemanden managen muss, über den ich nix erzählen kann, mit dem ich nicht weiter arbeiten kann und den ich auch nicht weiterentwickeln kann.
Diese Staffel geht es zum Recall in die Karibik. Was müssen die Kandidaten dort machen??
In der Karibik wird es diesmal primär um drei Attribute gehen: Ausstrahlung, Performance und Gesang. Das wird natürlich schon eine Sonderbelastung sein, denn die Karibik ist schon ein sehr attraktives Ziel, dass natürlich auch ablenken kann – im positiven wie im negativen Sinn. Viele Kandidaten waren noch nie soweit weg von zuhause, dazu kommen die klimatische Veränderung, der Zeitunterschied – da wird sich zeigen, ob die Kandidaten Disziplin haben und damit zurecht kommen. D.H. die Kandidaten werden – ohne Gnade sage ich mal – vor der Jury singen mit viel veränderten Parametern. Und da sehen wir gleich mal, wie flexibel die sind. Ich sage immer „fast and flexible“ das ist die magische Formel.
Welche Phase gefällt dir am besten? Die Castingphase oder eher die Live-Shows?
Am liebsten mag ich eigentlich die Castingphase, weil man da wirklich sieht, was Deutschland zu bieten hat. Das ist für mich natürlich im doppelten Sinne interessant, weil ich auf der einen Seite für DSDS caste, aber auf der anderen Seite auch sehe, was mich in den nächsten Jahren so erwartet in meiner Tätigkeit als Plattenfirma, Verlag und Manager. ?Die Mottoshows sind atmosphärisch ganz klasse und da trennt sich dann die Spreu vom Weizen und da wird man am meisten überrascht, wer sich entwickelt oder wer zusammenbricht. Und das ist ja auch der Grund, warum ich es grundsätzlich vor den Mottoshows ablehne, Kandidaten als Favoriten zu nennen. Wenn Deutschland wüsste, wie viel Kandidaten ich insgeheim gedanklich schon verloren habe, dann könnte es sein, dass mir mein Know-How aberkannt wird.
Das heißt, dein Geschmack und der Geschmack des Publikums liegen nicht immer so konform??
Doch, letztendlich, wenn es zur Top Five kommt, schon, aber der Weg zur Top Five ist teilweise von so viel Veränderung geprägt, d.h. welcher Kandidat leistet tatsächlich das, was ich in ihm gesehen habe? Wer hält der Belastung stand, wer hat die Ausstrahlung, wer kann in dem richtigen Moment seine Leistung abrufen? usw. ?Manche sind halt super Sänger, aber es ist entweder noch zu früh für sie oder sie sind nicht für die Bühne geboren. Michael Jackson war ein super Sänger, aber der war auch für die Bühne geboren. Der hat sich auf die Bühne gestellt und der hätte ein Telefonbuch vorlesen können und die Nation hätte applaudiert. Das ist natürlich die Wunschlösung, die wir haben.
Meinst du, dass es solche Mega-Stars wie Michael Jackson in der heutigen Zeit noch geben wird oder sterben die so allmählich aus?
Die Talente à la Michael Jackson wird es immer wieder geben. Da bin ich felsenfest von überzeugt und das wäre auch schlimm, wenn ich das nicht wäre. Ob wir in der Lage sind, die zu finden in der heutigen Zeit, das ist eine gute Frage. Und das ist auch tatsächlich etwas, was sehr schwierig geworden ist und wo ich auch den Castingshows eher dankbar bin, dass wir die haben, weil das ist die letzte Chance, überhaupt noch eine Lupe anzusetzen und zu gucken, wer kann vielleicht was besonderes sein. Mark Medlock wäre definitiv nicht entdeckt worden, hätte es DSDS nicht gegeben. Und der hat es – mit mittlerweile über zwei Millionen verkauften CD’s – objektiv wohl verdient, einen Plattenvertrag zu bekommen. Den hätte keine Plattenfirma gefunden und vor allen Dingen, ganz wichtig: Mark hätte auch die Plattenfirma nicht gefunden.
Ein Interview mit Nina Eichinger gibt’s hier.
Das Interview mit Dieter Bohlen gibt’s hier.
Fotos: RTL/Stefan Gregorowius, Stefan Menne
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Neumüller hat Thomas Godoj nicht aufgezählt! Er ist auch noch sehr gut und dicke im Geschäft.
Und seine Touren waren stets ausverkauft, der CD Verkauf läuft ebenso.
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Wem ich in dieser Staffel die Daumen drücke: Helmut Orosz.
Der Junge hat Talent und Musik im Blut.
Helle, gib Gas